Testbericht Cerevo Live Shell

Ein Hardware Encoder unter 250€ – das ist einen näheren Blick wert. Also habe ich mir den Cerevo Live Shell bei Amazon bestellt. Nach dann doch fast einer Woche Wartezeit ist dieser dann auch heute endlich angekommen.

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Auf den ersten Blick ein robustes Gerät. Enthalten sind der Encoder, Netzteil. Anschlusskabel für HDMI und AV. In den vorhandenen USB Port ist ein WLAN Ministick bereits gesteckt. Interessanterweise hat dieser Encoder zwar ein Batteriefach für 3 x AA Batterien, aber man kann keinen UMTS Stick stecken. Durch die Möglichkeit über WLAN zu streamen, könnte man aber wohl über einen Handy Hotspot ins Netz kommen, was dieses Gerät für den mobilen Einsatz vorbereitet.

Trotz HDMI Eingang kann man mit diesem Encoder keinen HD Stream generieren. Die maximale Stream Auflösung beträgt 704 x 528 – SD Qualität. Aber immerhin kann man den HDMI Ausgang einer Kamera nutzen und damit eine bessere Bildqualität erreichen als über den Video Eingang des Encoders.

Setup

Das Gerät lässt sich ausschließlich über die Setupseite des Herstellers einstellen. Eine direkte Verindung ist nicht möglich. Sollte diese mal offline sein, kann man nicht mehr an die Einstellungen des Gerätes. Jedoch bietet die Setupseite viele Möglichkeiten.

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Der Encoder kann bis zu einer Bandbreite von 1,5mbit/s streamen, und lässt sich innerhalb der Setupseite nach einiger Orientierungsphase sehr gut einstellen. Man hat viele Möglichkeiten die Bildqualität seinen Anforderungen entsprechend zu gestalten. Besonders hervorheben möchte ich die Möglichkeit, Text und Bildeinblendungen vorzunehmen. Damit ist es ein ideales Gerät für Sitzungen und Vorträge, wo man noch zusätzlich Informationen einblenden möchte.

Die Einblendung der verfügbaren Bandbreite und die automatische Anpassung machen das Streamen um vieles einfacher, und hilft einen die optimale Bandbreiteneinstellung zu finden. Das eingefügte Streambild kommt allerdings nicht direkt vom Encoder sondern vom Streaming Provider.

Interessanterweise kann man die verschiedenen Audioeingänge (HDMI, Mirkofon und AV) parallel benutzen, und im Dashboard mischen und anpassen.

Es lassen sich Pausenbilder hinterlegen und mit einem Klick im Dashboard lässt sich zwischen Livebild und Pausenbild hin und her schalten.

Nutzung mit StreamServices

Der Test über StreamServices war nicht sehr zufriedenstellend. Mit der maximalen Obergrenze der Streamqualität von SD macht es wenig Sinn dieses Gerät für Transcoding Streams einzusetzen – was auch gar nicht funktioniert, da der interne Encoder nicht H.264 enthält, sondern einen Klon der somit auch die Wandlung in RTSP verhindert, und somit auch die Handyformate nicht erreichbar sind.

Fazit

Der Cerevo Live Shell Encoder ist ein Gerät das ein vernünftiges Preis/Leistungs Verhältnis bietet. Auch wenn man damit nicht alle Optionen, die StreamServices bietet, nutzen kann, ist es geeignet ohne zusätzlichen PC vernünftige Streams in annehmbarer Qualität zu gestalten. Einmal konfiguriert lässt es sich einfach mitnehmen und auf die Kamera setzen.  Als Verleihgerät kommt es für mich allerdings nicht in Frage, da das Troubleshooting zu kompliziert ist.