Stream BPT151 der Piraten – nix gelernt

Nachdem mir ja beim BPT Neumarkt die Mitarbeit durch Michael Ebner verboten wurde, habe ich seither nichts mehr für die Piraten auf Bundesebene gemacht. Nachdem nun auch Seb das Handtuch geworfen hatte, wurde interessant, wie das Streaming des BPT151 aussehen wird. Das insbesondere spannend, als erst in der Woche vor dem BPT auf der Mailingliste der Bundes AG Stream richtig Aktivität entstand, als man anfing zu diskutieren, wer was mitbringt, und wie man eigentlich das ganze nun umsetzt. Offensichtlich ist es gelungen, ab 10 Uhr am Samstag war der Stream online. Aber man hat auch bei der Umsetzung nichts dazugelernt.

Die Piratenpartei betreibt seit einiger Zeit einen eigenen Streamingserver, nachdem das Portal Piraten-Streaming geschlossen wurde. Das Portal Kaesekuche.tv hat die Selbstreinigung der Piraten von den Bizarren nicht überlebt. Bis heute gibt es kein vernünftiges Streamingportal.

Auch die Anschaffung des Streaming Servers war reine Symbolik – wirklich beschäftigt hat sich mit dem Ding keiner – man weiß bis heute nicht, wie man einen Transcoding Stream erzeugt – geschweige denn anbietet.

So wird nun auf der Streamingseite des LV NRW der Bundesparteitagsstreamin HD  mit 6 mbit/s angeboten. Und zwar ausschließlich. HD Streams biete ich normalerweise mit 1,5mbit an – zusammen mit Transcoding und adaptive Bitrate Playern.

Scheinbar ist es an der AG Stream vollkommen vorbeigegangen, dass wir in einem Internet Entwicklungsland leben, in dem gerade in den ländlichen Gegenden vielleicht mal 1000er DSL zur Verfügung steht. Man schließt also mal einen Großteil der daheim gebliebenen aus.

Nach einer kurzen Durchsicht der Beschwerden auf Twitter habe ich mich kurzerhand entschlossen, den Stream als Transcoding Stream zu restreamen. Auf eigene Kosten versteht sich. Die Zuschauerzahlen Samstag Mittag sprechen Bände.

AG Stream ist also ein fachlicher absoluter Reinfall, und der neue BuVo täte gut daran, die Beauftragung für diese AG (die immerhin mit Investitionen in Form eines Streamingserver nicht umgehen kann) neu zu vergeben, an jemanden der Interesse und das notwendige Fachwissen hat.