Archiv für den Monat: Juni 2014

Stellungnahme zum Beschluss des kBuVo einen eigenen Streamingserver anzuschaffen

Vor einigen Tagen hat der kBuVo der Piratenpartei beschlossen einen eigenen Streamingserver betreiben zu wollen. Hierzu schreibt der Antragsteller Silvan Stein in seinem Antrag:

Seit dem Wegfall der Piraten-Streaming Plattform versuchen einige
Streamer ein alternatives Portal hochzuziehen (Kaesekuchen.tv). Hier
gibt es jedoch aktuell noch keine Möglichkeit,die Streams auch wirklich
zu verteilen. Hierzu wird ein entsprechend leistungsfähiger Server
benötigt, den die IT gerne stellen würde.

Ich möchte hier festhalten, dass der Antragsteller Streamingserver und Streamingportal durcheinander wirft.

Ein Streamingserver ist ein Server der die notwendigen Resourcen bereit stellt, einen Stream an viele Benutzer zu verteilen, diesen für verschiedene Empfangsgeräte codiert, und in verschiedene Auflösungen umrechnet.

Das Streamingportal ist dagegen die Webseite, auf der Streams für die Endverbraucher bereit gestellt werden.

Piraten-Streaming war ausschließlich ein Streamingportal, das alle Streams von Kunden die für die Piratenpartei streamen von Streamservices auf einer Webseite zusammengefasst hat. Zusätzlich wurde unter einem allgemein bekanntem Twitter Account (@PiratenStream) diese Streams angekündigt. Aus bekannten Gründen wurden Piraten-Streaming geschlossen. Jedoch stehen die Dienstleistungen von Streamservices allen Piraten Streamern weiterhin zur Verfügung, man musste sich nur selbst wieder um ein geeignetes Portal bemühen, was in der Form von Kaesekuchen.tv auch durch geführt wurde. Allerdings wurde kein geeignetes Announcement Medium geschaffen.

Die Begründung von Silvan Stein, ein eigener Streamingserver würden den Wegfall des Portals Piraten-Streaming kompensieren, ist jedoch falsch. Man bietet lediglich die gleiche Dienstleistung, die bisher von StreamServices eingekauft wird nun selbst an. Das Problem eines geeigneten Portals und eines Announcements ist dadurch nicht gelöst.

Da StreamServices die Bereitstellung geeignere Streamingkapazitäten für den aBPT bereits frühzeitig abgelehnt hat (kurz nach Bekanntwerden des Rücktritts verschiedener BuVo Mitglieder) ist die Schaffung eigener Kapazitäten natürlich verständlich.

Ich möchte hier festhalten, dass Piraten-Streaming eine eingetragene Wortmarke ist, der Piratenpartei wurde die Kaufmöglichkeit angeboten, jedoch ist man nicht in Verhandlungen eingetreten, statt dessen wurden rechtlich geprüft gegen die Eintragung dieser Wortmarke vorzugehen.

Des Weiteren ist zu keinem Zeitpunkt seit Stilllegung von Piraten-Streaming eine Anfrage bei mir eingegangen, die das Schaffen einer Portalseite oder eines geeigneten Anouncement Systems betrifft.

Ich begrüße jedoch ausdrücklich dass die Piratenpartei einen eigenen Streamingserver anschaffen möchte, und hoffe dass dadurch die Nutzung kostenloser werbebasierte Streamingdienstleister weiter eingeschränkt wird, bei denen Zuschauer nicht zusehen können ohne damit wesentliche pesönliche Daten (IP Adresse, Browser, Facebookkennung etc) an große Firmen wie Google, Facebook etc und damit an die NSA weitergeben zu müssen.